Haruo Shirane

Haruo Shirane ist „Shincho Professor“ für japanische Literatur und Kultur in der Abteilung für Ostasiatische Sprachen und Kulturen an der Columbia Universität, New York. Er gilt als Spezialist für vormoderne und frühe moderne japanische Literatur und Kultur und publizierte eine Reihe von Werken zur Lyrik, Prosa, Poetik, Literaturtheorie und Kulturgeschichte.

Seine Hauptwerke sind: The Bridge of Dreams: Poetics of The Tale of Genji (Stanford University Press, 1987) und dessen japanische Ausgabe: Yume no ukihashi: Genji monogatari no shigaku (Chuo koronsha, 1992). Das Buch wurde mit dem Kadokawa Gen’yoshi Preis für die beste Studie japanischer Literatur ausgezeichnet. 1997 veröffentlichte er Traces of Dreams: Landscape, Cultural Memory, and the Poetry of Bashô (Stanford University Press), aus dem das vorliegende Kapitel stammt. Dieses wurde 1998 mit dem Haiku Society of America Book Award prämiert. 2001 erschien die japanische Ausgabe als Bashô no fukei bunka no kioku (Bashôs Landschaft, Kulturelles Gedächtnis; Kadokawa shoten), und erhielt 2002 den Ishida Hakyu Preis. Er ist Mitherausgeber und Autor von Sozosareta koten, kanon keisei, kokumin kokka, Nihon bungaku (Shinyosha, 1999) und von Inventing the Classics: Modernity, National Identity, and Japanese Literature (Stanford University Press, 2000).

Außerdem ist er Herausgeber und Übersetzer frühmoderner japanischer Literatur: An Anthology, 1600-1900 (Columbia University Press, 2002), ein Werk von über 1000 Seiten und 200 Illustrationen, worin eine Reihe neuer Genres aus dem 18. und 19. Jahrhundert (z.B. kibyoshi, sharebon, ninjobon, gokan, yomihon) vorgestellt werden, die im Westen bisher weitgehend ignoriert wurden. Gerade beendet wurde: Classical Japanese: A Grammar and Reader, ein Buch sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene, das Studenten ohne fortgeschrittene Japanisch-Kenntnisse bei der Lektüre von Texten der Nara bis zur Meiji-Periode unterstützt.


 

15.12.2006 auf www.Haiku-heute.de
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