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Angelika Wienert Wir halten am Soldatenfriedhof, wie immer parkt mein Mann das Auto bei den Erlen. Zwanzig Jahre, vierundzwanzig, achtunddreißig – es entstehen Bilder. Brian, Timothy, Dean haben Münder, Nasen, Ohren, Haare, Hände in meiner Phantasie. Sie lachen, fürchten sich vor einer Abschlussklausur, sind verliebt oder gerade Vater geworden. Kreuz reiht sich an Kreuz, gleicher Stein, gleiche Schrift – uniformiert auch im Tod. Das Grab eines Greises gibt es hier nicht.
05.12.2005 auf www.Haiku-heute.de
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